Für den Unterricht

Wie schnell wird aus
Wahrheit eine Lüge?

Entdecke selbst, wie einfach digitale Inhalte manipuliert werden können. Ein interaktives Lernwerkzeug für den Unterricht.

nachrichtenportal.ch
Lehrplan 21 wird grundlegend überarbeitet
vor 2 Stunden
|
67%
der Jugendlichen begegneten letzten Monat Fake News
JIM-Studie 2025
45%
lernten in der Schule, Online-Quellen zu bewerten
PISA-Studie / SRF
84%
wollen Fake-News-Erkennung in der Schule lernen
Bitkom
Das Werkzeug

Fakelab Bookmarklet

Mit diesem Tool kannst du Texte und Bilder auf beliebigen Webseiten verändern. Nicht um zu täuschen, sondern um zu verstehen, wie einfach es ist.

Fakelab

Ziehe den Button in deine Lesezeichen-Leiste

Ctrl+Shift+B zeigt die Lesezeichen-Leiste

Installation auf dem Handy
1
Code kopieren
2
Lesezeichen erstellen

Speichere irgendeine Seite als Lesezeichen

3
URL ersetzen

Bearbeite das Lesezeichen und ersetze die URL durch den kopierten Code

Texte bearbeiten

Klicke auf jeden Text um ihn direkt zu bearbeiten. Schlagzeilen, Artikel, alles.

Bilder austauschen

Ersetze jedes Bild durch ein anderes. Einfach Kamera-Icon klicken.

Keine Spuren

Die Änderungen existieren nur auf deinem Bildschirm. Die echte Seite bleibt unverändert.

Profi-Tipp: Handy-Foto

Fotografiere die gefälschte Seite mit deinem Handy. Die echte URL bleibt sichtbar - das wirkt authentischer als ein Screenshot.

Live-Demo

Probiere es aus

Schafft ihr es, eine glaubwürdige Fake News zu erstellen?

Ändere die Zahlen Ersetze das Bild Drehe die Aussage um Falsches Zitat einfügen
Nachrichten Aktuell

Studie bestätigt: Regelmässiges Lesen fördert kritisches Denken bei Jugendlichen

Eine neue Langzeitstudie der Universität Zürich zeigt, dass Schülerinnen und Schüler, die täglich mindestens 30 Minuten lesen, deutlich besser Falschinformationen erkennen können.

Studenten beim Lernen

Dies dient nur zu Lernzwecken. Das Verbreiten von Fake News ist unethisch und kann strafbar sein.

Wissen

Fake News erkennen

Mit diesen Techniken schützt du dich vor Manipulation

01

Quelle prüfen

Wer hat den Artikel geschrieben? Ist die Website seriös? Gibt es ein Impressum? Vertraue nicht blind auf bekannte Logos.

02

Bilder rückwärts suchen

Rechtsklick auf ein Bild → „In Google nach Bild suchen". So findest du heraus, ob das Bild manipuliert oder aus dem Kontext gerissen wurde.

03

Andere Quellen checken

Berichten andere seriöse Medien darüber? Wenn nur eine Seite eine „Sensation" meldet, ist Vorsicht geboten.

04

Emotionen erkennen

Fake News spielen oft mit starken Emotionen: Angst, Wut, Empörung. Wenn dich ein Artikel extrem aufregt, hinterfrage ihn besonders kritisch.

05

Datum beachten

Alte Nachrichten werden oft als neu geteilt. Prüfe immer das Veröffentlichungsdatum und ob die Information noch aktuell ist.

06

Nicht sofort teilen

Die wichtigste Regel: Teile nichts, bevor du es geprüft hast. Falschinformationen verbreiten sich schneller als die Wahrheit.

Für den Unterricht

Hinweise für Lehrpersonen

Didaktische Einordnung, Lehrplanbezug und Empfehlungen für den Einsatz

Was dieses Tool macht – und was nicht

Fakelab verändert ausschliesslich die lokale Darstellung im Browser der Nutzenden. Die tatsächliche Webseite bleibt unberührt – vergleichbar mit Notizen auf einem ausgedruckten Zeitungsartikel: Das Original in der Druckerei ändert sich dadurch nicht.

Technische Einordnung: Dies ist kein „Hacking" und kein Eingriff in fremde Systeme. Die Schüler:innen verändern lediglich, was ihr eigener Browser darstellt – eine Funktion, die in jedem Browser über die Entwicklertools verfügbar ist.

Lernziele und Lehrplanbezug

Diese Übung unterstützt die Kompetenz MI.1.2 des Lehrplan 21: „Informationen aus verschiedenen Quellen gezielt beschaffen, auswählen und hinsichtlich Qualität und Nutzen beurteilen."

  • Quellenkritik entwickeln: Erkennen, dass Screenshots keine verlässlichen Belege sind und stets die Originalquelle geprüft werden sollte.
  • Manipulationstechniken verstehen: Durch eigenes Ausprobieren erfahren, wie einfach digitale Inhalte verändert werden können.
  • Digitale Mündigkeit stärken: Befähigung zur selbstständigen, kritischen Bewertung von Medieninhalten.

Mögliche Missverständnisse klären

„Wir hacken gerade eine echte Webseite"
Nein – ihr bearbeitet nur die Darstellung in eurem Browser. Der Server und die echte Webseite bleiben unverändert.
„Also kann man gar nichts mehr im Internet glauben"
Webseiten selbst sind weiterhin verlässlich prüfbar. Kritisch sein sollte man bei Screenshots – diese lassen sich leicht manipulieren.
„Das ist unethisch, ich möchte nicht lernen zu manipulieren"
Das Verständnis von Manipulationstechniken ist Teil der Medienkompetenz. Wer versteht, wie Fälschungen entstehen, kann sie besser erkennen und einordnen.

Didaktischer Ansatz

  1. Einbetten: Stellen Sie zu Beginn klar, was das Ziel ist: „Wir lernen heute, wie einfach Screenshots gefälscht werden können – damit ihr wisst, worauf ihr achten müsst."
  2. Demonstrieren: Zeigen Sie live, wie ein Artikel verändert wird. Erstellen Sie einen Screenshot und präsentieren Sie diesen neben der echten Webseite.
  3. Erproben lassen: Die Schüler:innen probieren selbst aus. Dieses „experimentelle Lernen" verankert die Erkenntnis nachhaltiger als reine Theorie.
  4. Reflektieren: Besprechen Sie gemeinsam: Was bedeutet das für Screenshots in Gruppenchats oder sozialen Medien? Wie prüft man Echtheit?

Impulsfragen für die Diskussion

1

Jemand schickt euch einen Screenshot einer Schlagzeile. Welche Schritte unternehmt ihr, um die Echtheit zu prüfen?

2

Warum werden Screenshots oft ungeprüft weitergeleitet? Was macht sie so überzeugend?

3

Was ist der Unterschied zwischen „eine Webseite hacken" und „einen Screenshot fälschen"?

4

Kennt ihr Beispiele, wo gefälschte Screenshots reale Auswirkungen hatten – etwa auf Personen oder die öffentliche Meinung?